Da ich mir für diesen Monat vorgenommen
habe unser Schlafzimmer komplett auf Vordermann zu bringen, musste ich wohl
oder übel auch an ein sehr leidiges Thema ran: den Kleiderschrank….
Jede von uns steht sicherlich
regelmäßig vor ihrem Schrank und ist der Meinung „sie habe nichts anzuziehen“,
obwohl sämtliche Fächer, Stangen und Schubladen fast aus allen Nähten platzen.
Seien wir ehrlich: an dem Klischee ist mehr dran, als wir zugeben wollen oder
als uns lieb ist… Und was findet man dort so alles?
- Klamotten
die schon seit einiger Zeit nicht mehr passen, die wir aber natürlich
wieder anziehen, wenn wir die paar Kilos wieder abgearbeitet haben (wann
wir damit anfangen steht aber noch in den Sternen)
- Liebhaberstücke,
die schon völlig verschlissen und unansehnlich sind
- die
superteure Jacke, die nach dem Kauf dann doch nicht so recht zum
restlichen Outfit passte
- Strumpfhosen,
die unangenehm zu tragen sind, aber nach dem Waschen doch immer wieder im
Schrank landen
- und,
und, und…
Ich habe diese Woche genau dieses
Problem in Angriff genommen und bin mit dem Ergebnis überglücklich! Kein Gewühle
mehr durch Stapel von Dingen, die man sowieso nicht mehr trägt, totale Übersicht,
Platz für Dinge, die hier mit hineingehören aber irgendwo anders „zwischengeparkt“
wurden und das Gefühl jemand anderem noch eine kleine Freude gemacht zu haben -
unschlagbar!
Wie hab ich angefangen?
Ich habe die ganze Aktion auf drei Tage aufgeteilt, damit ich nicht einen
ganzen Tag im Kleiderschrank verbringen musste. An den ersten beiden Tagen
wurde nur „entrümpelt“. Dafür habe ich drei
Kisten mit ins Schlafzimmer genommen. In die eine kamen Sachen, die
gnadenlos in den Müll gehörten, in
die zweite habe ich alle Kleidungsstücke getan, die ich dann dem sozialen
Kaufhaus als Spende überlassen habe
(aber auch wirklich nur Klamotten, die tadellos in Ordnung waren!). In die
dritte Kiste kam alles, was nichts im Kleiderschrank zu suchen hat
(erstaunlich, was sich da so ansammelt…) und anschließend woanders weggeräumt wurde.
Nach welchen Kriterien habe ich aussortiert?
Ich muss zugeben, dass die
Sortiererei am ersten Tag noch mit einigen Bauchschmerzen verbunden war, am
zweiten Tag machte es mir allerdings überhaupt keine Mühe mehr und es sind
sogar noch einige Dinge rausgeflogen, die den ersten Durchgang überstanden
hatten. Hier kommen 11 Tipps, mit deren Hilfe ihr entscheiden könnt, welche
Dinge euren Kleiderschrank definitiv verlassen sollten.
Meine 11 Tipps den Kleiderschrank aufzuräumen (das PDF bekommst du
HIER)
- Wenn du etwas seit einem Jahr
nicht mehr getragen hast dann sollte es rausfliegen unabhängig von seinem
Zustand, Kaufpreis oder der Größe. Warum ein Jahr? Ganz klar: in dieser Zeit
ist man alle Jahreszeiten einmal durch - wenn du es in dieser Zeit nicht
getragen hast, wirst du es auch in Zukunft kaum tun.
- Wenn du ein Kleidungsstück zwar
durchaus öfter trägst, dich aber trotzdem jedes Mal darüber ärgerst (die
kratzende Strumpfhose oder das rutschende Top) - lass es sein!
- Wenn das Kleidungsstück seit
Ewigkeiten genäht oder sonst wie ausgebessert werden müsste und du es aber
immer wieder aufgeschoben hast, dann ist es genug!
- Wenn du Bügeln hasst und dein
Stapel Bügelwäsche dir über den Kopf wächst, während du stattdessen deine
Lieblingsklamotten wieder und wieder anziehst - warum behältst du den Stapel
dann noch?
- Klar kann man einige enge Teile
im Schrank haben, aber müssen wir um Gottes Willen ALLE behalten? Unser Geschmack
ändert sich, Styles ändern sich, deine Körperform ändert sich. Veränderungen
sind gut und wenn du tatsächlich zu deiner alten Form zurückkommst, willst du
sowieso lieber was Neues haben.
- Wenn du ein Kleidungsstück
wirklich liebst, aber nichts hast zu dem du es tragen kannst, dann - stell dir
vor - wird das dazu passende Teil nicht wie von Zauberhand über Nacht in deinem
Schrank nachwachsen. Also folge der „Ein-Jahres-Regel“.
- Mit Erinnerungen behaftete Stücke
sollten nicht im Kleiderschrank bleiben. Entweder du machst ein Bild davon und
behältst es so in Erinnerung oder du machst eine KLEINE Kiste mit
Kleidungsstücken, die du woanders (z.B. auf dem Dachboden) aufbewahrst um sie
später deinen Kindern zu zeigen, damit ihr was zu lachen habt.
- Hänge dich nicht an Klamotten,
die nur „okay“ sind, nur weil du noch nichts Besseres hast um sie zu ersetzen.
Schmeiß es raus solange du anschließend nicht nackend gehen musst.
- Du musst nicht alles auf einmal „entsorgen“.
Versuch es doch in Etappen und lass dich von den kleinen Erfolgen motivieren. An
einem Tag machst du vielleicht nur die Shirts, am nächsten sind dann Kleider
und Röcke dran, usw. …
- Probiere alles an! Das kann ich
nicht genug betonen. Halte nicht ein Stück hoch und denke: „Ach, das ist einfach
zu schön, ich werd’s noch behalten.“ Das wäre zu einfach und vielleicht
erinnerst du dich aufgrund seiner Schönheit nicht mehr daran, dass die Knöpfe an
der Oberweite ja doch schon ordentlich spannen. Das wollen wir nicht wirklich,
oder? Also weg damit!
- Du hast nur den Platz zu
Verfügung, den du dir selber schaffst. Die Kleidung in den Schrank werfen und sich
jeden Tag darüber ärgern, dass man an bestimmte Dinge nicht gut herankommt oder
beim Herausnehmen nur noch mehr Unordnung macht, ist total frustrierend. Es
einfach dabei belassen lässt deinen Schrank über Nacht auch nicht wachsen und
macht dich nur ärgerlich - und das jeden Tag. Das ist es nicht wert.
Damit das Ganze dann auch
einigermaßen so bleibt, sollte man diesen Vorgang wenigstens einmal jährlich
durchmachen. Und auch wenn die Verlockung groß ist, den Schrank anschließend
ganz schnell wieder mit neuen Teilen zu füllen: versucht ihr zu widerstehen!
Für zwei nuee Teile muss MINDESTENS eins rausfliegen, besser ist aber immer:
Eins rein - eins raus!
Hast bekommen im eigenen
Kleiderschrank Luft zu schaffen? Na dann mal los, das anschließende Hochgefühl
ist fast so gut wie Schokolade!
Grüßle,